Klimawandel und Hitzewellen

Aktuell merken wir noch mehr als im Sommer, dass wir uns mitten im Klimawandel befinden. Es ist Ende November und Blumen blühen am Wegesrand.
Das ist so, weil es für die Jahreszeit einfach viel zu warm ist. Die „innere Uhr“ der Pflanzen kommt durcheinander und statt sich in Winterruhe zu begeben, haben sie Frühlingsgefühle.

Ich habe schon Angst vor dem kommenden Sommer. Die Frage ist, ob er – wie in diesem Jahr – schon im März / April mit viel zu warmen Tagen beginnen wird. Neben Flora und Fauna leiden auch pflegebedürftige Menschen am Klimawandel. Der Kreislauf spielt verrückt, viele klagen über Schwindel und die Sturzgefährdung erhöht sich.
Schon jetzt sollten wir uns gegen die kommenden Hitzezeiten rüsten. Zeigte doch die Pandemie, dass dringend notwendige Dinge, dann, wenn wir sie benötigen, nicht nur knapp, sondern auch richtig teuer werden.

Ein im PKW-Bereich bewährtes Mittel, um Hitze aus dem Auto zu halten, sind Sonnenschutzfolien. Das funktioniert auch in der Wohnung. Ältere Pflegeheime, deren Sonnenschutz nicht auf die Hitzewellen ausgerichtet ist, rüsten mit Markisen und Sonnenschutzfolien, die einfach auf Fenster geklebt werden, nach, um das Raumklima zu verbessern und die Raumtemperatur niedrig zu halten.
Inzwischen gibt es Sonnenschutzfolien, wie etwa hier, die nach Anleitung selbst verklebt werden können und für weniger Hitze in der Wohnung sorgen.

Dieser Sonnenschutz ist gerade für Pflegebedürftige, die ihre Wohnung nicht mehr ohne Hilfe verlassen können, wichtig. Zu hohe Raumtemperaturen sind nicht nur unangenehm. Sie können auch Erkrankungen verstärken oder zu Flüssigkeitsmangel – trotz ausreichendem Trinken – führen.

Sonnenschutzfolien können also helfen, die Raumtemperatur niedrig zu halten, indem sie verhindern, dass die Sommerhitze in den Innenraum vordringt.
Interessant erscheint daher in diesem Zusammenhang die Fragestellung, ob ein solcher Sonnenschutz auch im Rahmen der Wohnungsanpassungsmaßnahmen von der Pflegekasse bezuschusst werden könnte.
Zwar ist zu befürchten, dass die Pflegekasse diese Maßnahme als Modernisierungsmaßnahme und nicht als Anpassungsmaßnahme bewerten würde, einen Antrag könnte man stellen und sehen, was passiert.

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